Best of Instagram Mai

Sapperlott! Da ist der Juni schon fast zur Hälfte vorbei und ich rücke erst heute mit meinen Mai-Eindrücken an. Hier daher ruckzuck die Bilder.

Muttertagstorte

Wie jedes Jahr habe ich meiner Mama zum Muttertag einen Kuchen gebacken. Dieses Mal ist es eine Erdbeer-Sahne-Torte geworden. Jammi!

Windrad

Vergangenen Monat haben wir außerdem die Eltern meines Mannes besucht. Auf dem immerhin 600 km langen Weg dorthin habe ich mir die Zeit damit vertrieben, gelegentlich aus dem Autofenster heraus zu knipsen. Ich mag Windräder!

Trabihaus

Meine Schwiegereltern haben einen schönen großen Garten, in dem nicht nur Hühner leben, sondern auch dieser alte Klassiker. Mein Schwiegervater hat den ausrangierten Trabi aufgebockt, als mein Mann und sein Bruder noch klein waren. Über eine Leiter kann man hinein klettern. Wer hatte als Kind schon so ein außergewöhnliches Baumhaus?

Regen

Ansonsten hat’s im Mai eigentlich dauernd geregnet. Mal schaun, was dieser Monat so bringt…

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Zitronen-Mandel-Cupcakes

Auf Wunsch von momo gibt es heute nun also das Rezept für die Zitronen-Mandel-Cupcakes aus dem vorangegangenen Artikel. Ich habe die Cupcakes heute extra nochmals nachgebacken, aus Gründen der Qualitätssicherung sozusagen 😉 Sie schmecken schön zitronig und ich finde, das feine Mandelaroma passt da gut dazu.

Cupcakes

Und so wird’s gemacht:

  • 125 g Mehl
  • 30 g gemahlene Mandeln
  • 2 TL Backpulver
  • 125 g Butter
  • 100 g Zucker
  • 2 Eier
  • abgeriebene Schale von 1 Zitrone
  • Saft einer 1/2 Zitrone
  • 2 EL Milch

Das Mehl und das Backpulver in eine Schüssel sieben und die restlichen Zutaten dazu geben. Dann alles mit viel Liebe und etwas Geduld zu einem glatten Teig verarbeiten.

Die Masse reicht für 12 Muffinförmchen. Gebacken wird das Ganze bei 200° C für 15 Minuten.

Beim letzten Mal habe ich die Cupcakes mit einem Topping aus Frischkäse und weißer Schokolade garniert, welches ich mit dem Mark einer Vanilleschote verfeinert hatte. Das Rezept hatte ich schon mal gepostet, nämlich hier. Heute war ich jedoch faul und habe einfach eine gekaufte Vanilleglasur verwendet und eine ganze Mandel darauf gesetzt. Passt auch 😉

Mandarinen Quarktorte

Martin von der Blogbar hat sich mal wieder etwas ausgedacht. Er hat einen Blogger-Wettstreit ins Leben gerufen, bei dem jeder Blogger nach Lust und Laune monatlich bestimmte Aufgaben erfüllen kann. Die Idee finde ich klasse, denn es sind einige interessante Anregungen für Artikel dabei und man lernt über die anderen Teilnehmer neue Blogs kennen. Somit steige ich heute ebenfalls mit einem Rezeptbeitrag ein. Weitere Artikel zum Wettstreit erkennt ihr zukünftig am Tag „Blogger-Wettstreit“.

Nun aber zum Rezept…

Diese Quarktorte ist einfach wahnsinnig lecker – finde ich zumindest. Das ursprüngliche Rezept habe ich von meiner Schwiegermama bekommen, es nennt sich Meißner Quarktorte. Ich mag ja Käsekuchen in so ziemlich allen Variationen total gerne und beim ersten Probieren war ich schon im 7. Himmel und habe – ich gestehe – auf einen Satz drei Stücke verschlungen. Allerdings hat es schon beim Essen und später beim Rezept abschreiben in mir gerattert wie ich den Kuchen noch ein wenig umbasteln und damit etwas interessanter machen könnte. Herausgekommen ist eine saftige Variante mit Mandarinen, das Original kommt ganz ohne Obst aus und ist stattdessen mit Zitrone aromatisiert.

Quarktorte

Das künstlerisch wenig wertvolle Foto wird der Torte wirklich nicht gerecht

  • 125 g Margarine
  • 6 Eier
  • 300 g Zucker
  • 1-2 Mandarinen
  • 1 kg Quark
  • 100 g Grieß
  • 1 EL Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1 große Dose Mandarinen

Den Quark in einem Sieb abtropfen lassen.

Inzwischen die Margarine schaumig schlagen, anschließend die Eier und den Zucker gut unterrühren.

Je nach gewünschter Intensität von 1 bis 2 Mandarinen die Schale abreiben, den Saft auspressen und in die Masse einrühren.

Zum Schluß den Quark, den Grieß sowie das mit dem Backpulver gesiebte Mehl unterheben.

Den Teig in eine gebutterte Form geben und mit Mandarinenschnitzen belegen.

Bei 180° C etwa 60 Minuten backen. Der Kuchen sollte nicht zu dunkel werden (so wie bei mir auf dem Foto *hüstel*), gegen Ende der Backzeit sollte man also hin und wieder einen Blick in den Ofen werfen.

(Artikel zum Blogger-Wettstreit)

Winter

Seit etwa einer Woche haben wir durchgängig Schnee. Nicht nur so ein bisschen, sondern eine richtig schöne, dicke Schneedecke, die immer wieder durch Neuschnee aufgepolstert wird. Ich mag den Winter, man könnte fast schon sagen, er ist meine liebste Jahreszeit. Es ist kalt und im besten Fall liegt Schnee. Als ich heute mit dem Auto unterwegs war, hat mich der Anblick der weiß gezuckteren Landschaft wieder mal total von den Socken gehauen, sodass ich kurz rechts ran gefahren bin, um ein schnelles Erinnerungsfoto zu knipsen.

Schwäbisches Winterwonderland

Schwäbisches Winterwonderland

Grade bei solchen Bildern frage ich mich, wie man den Winter nicht mögen kann. Ich mag es, wenn die Landschaft so weiß da liegt, irgendwie sieht dann alles schöner aus. Die Geräusche werden gedämpft. Vorallem wenn Autos durch frisch gefallenen Schnee fahren, klingt das ganz anders. Als Kind habe ich im Winter nach dem Aufwachen bei zugezogenen Vorhängen immer zuerst einmal gehorcht und versucht, anhand der vorbeifahrenden Autos zu erraten, ob Schnee liegt. Ich mag es, durch den Schnee zu laufen, weil es so angenehm unter den Füßen knirscht. Und ich finde es auch nicht schlimm, im Winter Auto zu fahren. Die winterlichen Temperaturen machen mir nichts aus. Wir haben aktuell -11° C und ich blühe dabei erst so richtig auf. Ich hab’s einfach nicht so mit dem Sommer. Da ist es heiß, man schwitzt dauernd und selbst eine kühle Dusche bringt nur kurzfristige Linderung. Im Winter mummele ich mich einfach warm ein und alles ist gut. Allerdings bin ich generell nicht sehr verfroren, womit ich wohl dem gängigen Frauenklischee widerspreche.

Ja, ich finde Winter und Schnee einfach toll. Wenn es jetzt noch weiße Weihnachten gäbe, hach, das wär schon was…

Kakao-Espresso-Kugeln

Heute habe ich es endlich geschafft, die erste Ladung Plätzchen zu backen. Vanillekipferl, Haselnussmakronen und Kakao-Espresso-Kugeln sind dabei entstanden. Das Rezept zu letzteren möchte ich gerne mit euch teilen, da es zum Teil auf meinem Mist gewachsen ist. Das Ursprungsrezept stammt aus der DDR und ich habe es letztes Weihnachten von einer lieben Freundin erhalten. Ich habe es damals im Original nachgebacken, allerdings sahen die Kugeln eher wie Fladen aus und sind mir zudem reihenweise zerbröselt, da man sie aufgrund der massig enthaltenen Speisestärke mit Samthandschuhen anfassen muss. Also habe ich dieses Jahr das Rezept für Grobmotoriker umgeschrieben und um eine weitere Geschmackskomponente ergänzt: Espresso.

Kakao-Espresso-Kugeln

Kakao-Espresso-Kugeln

  • 250 g weiche Butter
  • 100 g Puderzucker
  • 200 g Speisestärke
  • 125 g Mehl
  • 30 g Kakao
  • 2 TL Espressopulver
  • Kaffeebohnen zur Dekoration

Alle Zutaten mit den Händen zu einem glatten Teig verkneten. Daraus formt ihr etwa haselnussgroße Kugeln, auf die ihr jeweils ein Kaffeeböhnchen setzt.

Die Kekse sind nach 10-12 Minuten bei 160° C fertig.

Die Plätzchen schmecken wirklich lecker: sehr schokoladig mit einer feinen Kaffeenote. Und das Beste: sie sind ohne großen Aufwand superschnell zu machen.

Project ReRead: Ian McEwan’s „Der Zementgarten“

Martin veranstaltet in seinem Blog, der Blogbar, ein Leseprojekt, bei dem es darum geht jeden Monat nach bestimmten Themenvorgaben ein bereits gelesenes Buch nochmals zu lesen und zu rezensieren. Im August war das Thema: Wähle ein Buch, das auf dem Cover Grün enthält. Meine Wahl fiel auf „Der Zementgarten“ von Ian McEwan. Das Buch habe ich vor Jahren gelesen und eigentlich erst durch Martin wieder in meinem Bücherregal entdeckt. Das Cover ist nämlich rundum dunkelgrün 😉

Jack, der Ich-Erzähler, lebt mit seinen Eltern und seinen drei Geschwistern in einem alten Haus. Es ist das einzige, das im Viertel noch steht, denn die anderen Gebäude der Umgebung wurden abgerissen. Die Mutter ist eine sanfte, abgehärmte Frau, der Vater verbittert und grantig, der sich allein für seinen Garten zu interessieren scheint. Nach einer Herzattacke darf er keine anstrengende Arbeit mehr verrichten und so beschließt er, den Garten mit Zement zu ebnen. Dabei erleidet er einen weiteren Herzanfall und verstirbt. Die Mutter erkrankt schwer und bald nach dem Vater stirbt auch sie. Da die Familie keine Verwandten hat, fürchten die vier Kinder, von den Behörden getrennt zu werden. Aus diesem Grund fassen sie den Entschluss, den Tod der Mutter zu vertuschen – ein Manöver, das nur gelingen kann, da gerade die Sommerferien begonnen haben und sich die ohnehin wenigen sozialen Kontakte der Kinder nun auf ein Minimum reduzieren. Mit dem noch übrigen Zement „begraben“ sie die Mutter in einer Kiste im Keller. Die Kinder schaffen es, sich in ihr neues Leben einzufinden, in welchem jedoch auf teils groteske Weise die Rollen verschoben werden.

In seinem ersten Roman wagt sich Ian McEwan direkt an zwei heiße Eisen: Tod und Inzest. Er erzählt die Geschichte ohne erhobenen Zeigefinger, lässt sie stattdessen den ältesten Sohn berichten. Der Stil wirkt sachlich, fast schon kühl. Jack ergießt sich kaum in Gefühlsregungen, was auch daran liegen mag, dass er seine Tage in einem traumwandlerischen Zustand halb verschläft. Diese distanzierte Erzählweise verstärkt das Ungeheuerliche vielleicht sogar noch.

Mir hat der Roman gut gefallen und wird mir dank des schwierigen Themas lange im Gedächtnis bleiben. Ich mag den verschlossenen Stil sowie die Art und Weise wie hier Motive wie Angst und Tod angepackt und von einer ganz anderen Seite beleuchtet werden. In vielen Rezensionen zu diesem Roman fällt immer wieder das Wort „makaber“. Das mag man so sehen, für mich persönlich ist es aber die Geschichte von vier überforderten und isolierten Jugendlichen bzw. Kindern, die eine falsche Entscheidung treffen und in eine ungeheuerliche Situation abdriften. Erst auf den letzten Seiten des Romans sagt die älteste Schwester auf Johns Frage hin, ob es richtig gewesen sei, was sie mit der Mutter gemacht hätten: „Damals schien es selbstverständlich, aber jetzt weiß ich nicht mehr. Vielleicht hätten wir es lassen sollen.“ Doch so wie das Betongrab der Mutter langsam Risse bekommt, beginnt auch die Kulisse, welche die Kinder sich erschaffen haben, zu bröckeln, als sich der Freund der ältesten Schwester immer mehr in das Leben der vier einmischt.

Norwegen: Möwen

Für die liebe Abraxandria, die total auf Möwen steht und daher bei jeder Gelegenheit Fotos dieser Tierchen in ihrem Blog zeigt, habe ich mal die gelungensten Möwenbilder aus Norwegen zusammengeklaubt.

Dieses Foto ist vom Schiff aus entstanden. Die Möwe war freundlich genug, so lange über uns zu kreisen bis wir ein annehmbares Bild von ihr im Kasten hatten.

Diese Möwe haben wir am Oslofjord angetroffen. Nach dem Besuch des Wikingermuseums und des Freiluftmuseums haben wir es uns mit einem Cappuccino am Wasser gemütlich gemacht. Das Wetter war toll und so haben wir zusammen mit den Möwen die Sonne genossen.

Einmal haben wir in Oslo in einer bekannten Fast Food Kette diniert. Dabei haben wir diesen schelmischen Kumpel angetroffen:

Anscheinend hatte der Vogel auch Hunger auf Burger und hat die Tüten aus dem Müll durchsucht. Bis auf ein Päckchen Salz hat er leider nichts entdeckt.

Anschließend hat es sich die Möwe auf einem der Tische gemütlich gemacht, um die anderen Gäste kritisch zu beäugen und sie so vielleicht zur Herausgabe einiger Pommes zu bewegen. Kurz darauf kam dann ein Angestellter und hat das Federvieh vertrieben. Schade.