Mein guter Vorsatz: wieder mehr lesen

Im Grunde genommen halte ich nicht viel davon, sich an Silvester irgendwelche Vorsätze auszudenken. Ich glaube, dass viele Menschen diese Vorsätze nicht einhalten, weil sie unter dem Druck des Jahreswechsels entstehen und aus dem Gefühl heraus, dass im nächsten Jahr vieles besser oder zumindest anders werden muss. Dennoch komme ich an Silvester nicht umhin, das vergangene Jahr innerlich Revue passieren zu lassen und so überlege ich dann meist doch ganz automatisch, was im neuen Jahr verändert werden sollte.

Das letzte Jahr war recht hektisch und ich bin bei Weitem nicht mehr so oft zum Basteln und Lesen gekommen wie ich es mir gewünscht hätte. So möchte ich ab sofort wieder versuchen, ein wenig Muße dafür zu finden. Praktischerweise habe ich noch einen schönen Stapel von Büchern, die schon seit geraumer Zeit darauf warten, von mir gelesen zu werden.

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Einige davon habe ich mir selbst gekauft, zwei habe ich geschenkt bekommen, eines ist von meiner Mama entliehen und die Reclam-Heftchen gehören Schatz, der über die Feiertage, die wir bei seinen Eltern verbracht haben, in seinem Jugendzimmer nach Lesestoff gekramt hat.

Allerdings habe ich da noch eine „Perle“ auf Lager, die auf dem Foto nicht zu sehen ist. Ich liebe die Werke von Edgar Allan Poe und so habe ich von Schatz zu einem meiner Geburtstage eine ganz wundervolle Poe-Ausgabe erhalten.

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Die gebundene Ausgabe enthält 29 Erzählungen, darunter Poe’s bekannte Werke, aber auch einige, die man nicht unbedingt kennt. Das Buch ist von großem Format, etwas über DINA4 würde ich sagen, es ist leinengebunden und die Texte sind auf schwerem Papier abgedruckt. Alles in allem fasst es sich toll an und ich bin sehr stolz darauf. Ganz toll sind auch die Illustrationen.

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Die meisten sind sehr detaillierte Tusche-Zeichnungen, es findet sich jedoch auch das eine oder andere colorierte Bild. Die Abbildungen sind herrlich düster und makaber und passen somit perfekt zu Poe’s Werken.

So, und ich mache mir jetzt ein Tässchen Tee und schnappe mir gleich eines der Bücher von meinem Stapel und versuche somit, wenigstens einen meiner Silvester-Vorsätze in die Tat umzusetzen 😉

(Artikel zum Blogger-Wettstreit)

Das Entweder-Oder-Lese-Stöckchen

Heute mal wieder ein Stöckchen, das ich bei Martin in der Blogbar gefunden habe. Es geht um Bücher, eines meiner Lieblingsthemen. Wer möchte, darf sich das Stöckchen natürlich gern mitnehmen – vielleicht entdecke ich ja den einen oder anderen guten Lesetipp, so wie ihr vielleicht einen bei mir entdeckt.

Gebunden oder Taschenbuch?
In meinen Regalen findet sich beides. Wobei ich von der Handhabung her Taschenbücher lieber mag, da sie nicht so sperrig sind. Ich habe meist ein Buch in der Tasche, wenn ich unterwegs bin und da stören so große, unhandliche Dinger eher.

Amazon oder Buchhandel?
Meistens Amazon, da ich nicht so oft in die Stadt komme. Hier im Ort haben wir leider keine Buchhandlung. Lieber mag ich aber natürlich Buchhandlungen, da stöbert es sich einfach viel besser.

Lesezeichen oder Eselsohr?
Lesezeichen… auch wenn ich die immer verliere.

Ordnen nach Autor, Titel oder ungeordnet?
Bei mir herrscht das absolute Chaos im Bücherregal. Ich weiß trotzdem, wo was steht 😉

Behalten, wegwerfen oder verkaufen?
Ich hab noch nie ein Buch weggeworfen, das würde ich gar nicht über’s Herz bringen. Ich behalte alle. Ans Verkaufen hab ich noch gar nicht gedacht.

Schutzumschlag behalten oder wegwerfen?
Behalten. Wer wirft die denn weg?!

Mit Schutzumschlag lesen oder ohne?
Ohne. Die stören nur und sehen hinterher immer total ramponiert aus… zumindest bei mir alter Grobmotorikerin 😉

Kurzgeschichte oder Roman?
Ich mag beides.

Aufhören wenn man müde ist oder wenn das Kapitel zu Ende ist?
Früher habe ich abends im Bett oft so lange gelesen bis mir die Augen zugefallen sind. Da waren die Nächte manchmal recht kurz und der Schultag dafür extrem lang 😉 Inzwischen meistens bis zum Kapitelende oder auch mal zwischendrin, ist ja wurscht, man kann ja jederzeit weitermachen.

„Die Nacht war dunkel und stürmisch” oder „Es war einmal”?
Beides. Je nachdem, ob mir der Sinn nach Krimi oder Märchen steht 😉

Kaufen oder leihen?
Früher war ich Mitglied in der Stadtbücherei und habe da jede Woche massig Bücher rausgeschleppt. Inzwischen kaufe ich nur noch. Bin bekennender Bücher-Messie.

Neu oder gebraucht?
Meist nur neue Bücher, ich habe aber auch das eine oder andere gebrauchte Exemplar im Regal stehen, das ich bei Ebay ersteigert habe. Damit habe ich aber aufgehört, als ich mal ein Buch aus einem Raucherhaushalt erwischt habe… bäh.

Kaufentscheidung: Bestsellerliste, Rezension, Empfehlung oder Stöbern?
Das ist ganz unterschiedlich, wobei ich am wenigsten nach der Bestsellerliste gehe. Meist sind bei mir die anderen drei Punkte ausschlaggebend.

Geschlossenes Ende oder Cliffhanger?
Ein geschlossenes Ende macht einen als Leser zufriedener. Andererseits finde ich es gut, wenn Geschichten einfach mal offen aufhören und nicht alles geklärt wird… das lässt Raum für weitere Interpretationen und hey, im wahren Leben geht’s doch auch oft so, oder? Liebe Autoren, mehr Mut zum open ending!

Morgens, mittags oder nachts lesen?
Je nachdem wie ich Zeit und Muße habe. Zur Zeit lese ich meist beim Stillen und in der Badewanne immer.

Einzelband oder Serie?
Da lege ich mich nicht fest, tendiere aber eher zu Einzelband.

Lieblingsserie?
Früher mal (und irgendwie noch immer) die Jamie-Reihe von Diana Gabaldon und aktuell die Kommissar-Stubø-Reihe von Anne Holt bzw. die Dr. Hunter-Reihe von Simon Beckett.

Lieblingsbuch, von dem noch nie jemand gehört hat?
„Nach dem Regen“ von Jon McGregor.

Lieblingsbuch, das du letztes Jahr gelesen hast?
Da gibt es sicherlich einige, aber als erstes kommt mir da „Hundsköpfe“ von Morten Ramsland in den Sinn.

Welches Buch liest du gegenwärtig?
„Drachenläufer“ von Khaled Hosseini… wollte ich schon lange mal lesen, nun hab ich’s endlich geschafft und wurde nicht enttäuscht.

Absolutes Lieblingsbuch aller Zeiten?
Es gibt einige Bücher, die mir wichtig sind und die ich immer wieder mal hervor hole. Die drei liebsten sind mir vielleicht „Die Verwandlung“ von Franz Kafka, „Die Wand“ von Marlen Haushofer und „Die Entdeckung der Langsamkeit“ von Sten Nadolny.

Lieblingsautoren?
Hm… Franz Kafka, José Saramago, Alessandro Baricco, Stephen King et al.

Lesen was my first love…

Ich mochte Bücher schon immer gerne. Als ich noch klein war, musste meine Uroma immer Vorlesemarathons für mich veranstalten. Meine Lieblingsbüchlein musste sie mir immer und immer wieder vorlesen, oft direkt nachdem sie die letzten Worte vorgelesen hatte – sehr zu ihrem Leidwesen.

Mein Eintritt in die Grundschule erleichterte ihr das Leben schließlich. Sobald ich nämlich Lesen konnte, hab ich’s dann selber gemacht. Von da an habe ich zu allen möglichen Gelegenheiten Bücher geschenkt bekommen und außerdem war ich stolze Besitzerin eines Leihausweises unserer Dorfbücherei.

Inzwischen haben sich zahlreiche Bücher angesammelt. Ich habe zwei Regale voll und wenn das so weiter geht, muss ein weiteres her. Ich leide unter akuter Bücher-Zwangskauferitis und so komme ich selten durch eine Buchhandlung ohne mindestens ein Buch mitzunehmen.

Wenn ich lese, stecke ich richtig in der Geschichte drin und kriege dann auch oft nix mehr mit von der Außenwelt. Bei vielen Büchern tut es mir richtig leid, wenn ich sie fertig gelesen habe und so einige Charaktere aus den verschiedensten Büchern sind mir mit der Zeit sehr wichtig geworden. Obwohl ich eine ellenlage Das-will-ich-unbedingt-noch-Lesen-Liste habe, lese ich manche Bücher öfter. Wenn das Buch gut ist, geht das, weil man jedesmal etwas anderes entdeckt und in unterschiedlichen Lebenssituationen das Buch anders deutet. Das finde ich spannend.

Das Buch, das ich gerade lese, ist mein ständiger Begleiter. Das kommt morgens in die Tasche und wenn ich die Möglichkeit habe zu lesen, dann tu ich’s. Ich verreise auch nie ohne Lektüre. Deswegen bevorzuge ich Taschenbücher, weil die einfach handlicher sind. Meine Bücher behandle ich pfleglich, ich mag es nicht, wenn Eselsohren drin sind oder wenn Bücher beim Lesen umgeklappt werden. Trotzdem dürfen sie auf jeden Fall gelesen ausschauen.

Das Verleihen von Büchern ist für mich kein Problem. Die Bücher dürfen dann auch lange wegbleiben, ich bin da nicht empfindlich. Manche Bücher habe ich auch schon verliehen und aus verschiedenen Gründen nicht mehr wieder bekommen. Das tut mir dann zwar kurz leid, aber irgendwie find ich’s auch schön, wenn das Buch beim anderen bleibt und zukünftig sein Bücherregal erweitert und demjenigen vielleicht das eine oder andere Mal Freude beim Lesen bereitet. Einige dieser Bücher habe ich mir wieder nachgekauft, andere nicht. Manchmal leihe ich mir auch von anderen Bücher – wenn die mir dann richtig gut gefallen, dann kauf ich mir die hinterher auch selber.

Fazit: Man kann einfach NIEMALS genug Bücher haben. Und die Henne fände ihr Leben ohne Bücher nur halb so schön.

Futter für’s Bücherregal

Möchte euch heute den Online-Bücher-Shop Jokers vorstellen. Ich habe mir dort in dieser Woche neuen Lesestoff bestellt und bin sehr zufrieden.  Jokers vertreibt Restauflagen, soll heißen, ihr bekommt Bücher zu wirklich günstigen Preisen. Ihr werdet aus diesem Grund natürlich nicht jeden Titel finden, den ihr sucht, aber dafür viele andere. Und wer gern stöbert, ist da sowieso genau richtig.

Außerdem gibt es auf der Jokers-Website noch eine Download-Sektion. Dort kann man sich kleine Geschichten im mp3-Format runterladen,  aus den Bereichen Grusel, Krimi und Historisches. Wer sich gerne zwischendurch eine Kleinigkeit vorlesen lässt, sollte hier mal reingucken. Hab mir auch schon einige gezogen – natürlich Grusel *g* – und höre die jetzt ab und an so nebenher. Steh zwar nicht unbedingt auf komplette Hörbücher, weil mir das einfach zu lange dauert, aber so eine 10-Minuten-Geschichte ist genau richtig… vielleicht ja sogar abends im Bettchen zum Einschlafen 😉

Hier nun aber meine Ausbeute, muss doch bissl angeben… hab mich wirklich arg bremsen müssen, um nicht noch mehr zu kaufen. Hätte zwar noch so einige in der engeren Auswahl gehabt, aber man muss ja auch nicht alles haben, was man sieht.

Meine Ausbeute

Juhu, neuer Lesestoff!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Bildband zum Thema Expressionismus… wollte eigentlich einen über Salvador Dalì, aber der war leider schon ausverkauft *grr* Der hier ist aber auch sehr toll und macht sich sicherlich ebenfalls gut im Bücherregal 😉

Eine Biographie über Heinrich Böll – auf dieses Buch bin ich sehr neugierig. Böll ist einer meiner liebsten Schriftsteller, vorallem seine Kurzgeschichten zum Thema Krieg fand ich schon immer sehr eindrücklich.

Ein paar Interpretationsversuche zu Kafkas Werk. Auch er ist einer meiner liebsten Schriftsteller. „Die Verwandlung“ habe ich bestimmt schon 10-mal gelesen und jedesmal entdecke ich einen neuen Aspekt.  Mal gucken, was ein echter Literaturwissenschaftler darüber denkt.

Eine Sammlung verschiedener Erzählungen von José Saramago – ein Schriftsteller, den ich euch ebenfalls ans Herz legen mag. Er spielt gerne mit Was-wäre-wenn-Szenarien. Was wäre, wenn eine ganze Stadt plötzlich erblinden würde? Was wäre, wenn plötzlich mein perfekter Doppelgänger auftauchen würde? Spannend.

Und noch was lustiges… Wenn der Biber Fieber kriegt. Komische Tiergedichte, die genau das Richtige für zwischendurch sind. Als Betthupferl daraus noch ein kleines Gedichtlein von Heinz Erhardt.

Drei Raupen

Es steht in diesem Buche hier
so manch Gedicht über manch Tier
nur über Raupen gab’s noch keins!
Nun, bitte sehr, hier wär so eins!
Doch ist es (weil’s, ich will’s betonen,
für alle handelnden Personen
ein grauenhaftes Ende nimmt)
für Jugendliche nicht bestimmt!

Drei Raupen schlossen in der Landschaft
von Südtirol ihre Bekanntschaft.
Da wurd die eine bei den Beeten
vom Gärtner hinterrücks zertreten!
Die zweite wurde unterdessen
vom Spatz erspäht und aufgefressen!
Die dritte aber – diese Raupe
verschied zu Hause an der Staupe!

Wie grausam ist doch die Natur:
sie trachtet nach dem Leben nur!

 In diesem Sinne: passt auf euch auf! 😉