Das Eis meiner Kindheit

Eis

Bum Bum! Und es schmeckt noch genauso wie früher: der leckere rote Zuckerguss mit dem bubbligen Geschmack und das feine Erdbeer-Vanilleeis im Inneren. Der hart gefrostete Teil des Kaugummis ist noch genauso schwer zu zerkauen wie damals, und der pappsüße Geschmack hält sich nach wie vor nur wenige Minuten lang. Hach, ich liebe es!

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Gruß aus der Uhrzeit

Durch Zufall sind wir vor 2 Jahren in dieselbe Wohnung gezogen, in welcher ich die ersten 15 Jahre meines Lebens verbracht habe. Das war wirklich schön mit der eigenen Familie in die Räume zu ziehen, in denen ich mich als Kind schon so wohl gefühlt hatte. Mir war natürlich alles schnell wieder vertraut und ein kleines Wiedersehen gab es auch. Das Fensterbrett im Schlafzimmer hat mich als Kind schon fasziniert und auch jetzt als Erwachsene mag ich’s nach wie vor sehr gerne. Im Stein ist nämlich ein Ammonit zu sehen.

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Ob die Versteinerung echt ist, vermag ich nicht zu sagen. Trotzdem fand ich die Schnecke einfach toll, zumal ich als Kind lange Zeit Paläontologin werden wollte und unzählige Bücher zu diesem Thema hatte. Der Berufswunsch ist vergangen, aber die Faszination für urzeitliche Wesen ist nach wie vor geblieben. Umso mehr freue ich mich, dass ich nun mein hübsches Schneckchen wieder habe.

(Artikel zum Blogger-Wettstreit)

Der Soundtrack meines Lebens – ein Auszug

 
„Nichts ruft die Erinnerung an die Vergangenheit so lebhaft wach wie die Musik.“
Anne Louise Germaine de Stael, (1766-1817), frz.-schweiz. Autorin

Eben bin ich auf Youtube über ein paar alte Songs von Paradise Lost gestolpert. Die ersten Töne haben ausgereicht, um mich umgehend in ein Zugabteil zu versetzen. Das erste Jahr meiner Studienzeit bin ich nämlich täglich per Bahn von Ulm nach Augsburg, wo ich studiert habe, gependelt. Immer dabei… mein Discman und diverse CDs. Unter anderem die „Draconian Times“ von Paradise Lost. Und noch eine musikalische Zugerinnerung: bei My Dying Bride sitze ich automatisch in der Scottish Railway und fahre mit meiner Freundin durch die Highlands… und denke dabei an einen gewissen Mike aus Glasgow, aber das ist eine andere Geschichte 😉

 Aber auch aus meiner Kindheit ist mir einiges in Erinnerung geblieben. Ganz schrecklich: „Boys, Boys, Boys“ von Sabrina Salerno. Ein musikalischer SuperGAU, lässt mich aber doch immer an die Sommerferien denken, die wir bei meiner Familie in Italien verbracht haben. Da ist die Rennhenn dann wieder ein Küken, das auf dem Rücksitz laut (und falsch!) mit Bruder, Cousin und Cousine aus dem Autofenster heraus singt. Besonders warm ums Herz wird’s mir bei „She drives me crazy“ von den Fine Young Cannibals. Da bin ich dann wieder 8 Jahre alt und stehe mit meiner Mama abends in der Küche und backe Kuchen. Wie jeden Freitag. Und wie jeden Freitag läuft nebenher die Hitparade auf Bayern 3.

 Oder „Das Beste“ von Silbermond. Ich weiß, total kitschig und ca. 1 Milliarde Pärchen haben das zu IHREM Song auserkoren. Und trotzdem… mein Schatz hat mir die Maxi zum vorletzten Valentinstag zusammen mit einer Rose überreicht und wenn ich nun das Lied im Radio höre, werd ich plötzlich ganz glücklich.

 Mit manchen Liedern verbinde ich aber auch Negatives. So kann ich beispielsweise „November Rain“ von Guns’n’Roses nicht mehr anhören. Wenn das irgendwo gespielt wird, muss ich den Raum verlassen. Das Lied wurde auf der Beerdigung eines Freundes gespielt, seither kann ich es nicht mehr ertragen.

Musik ist was Wundervolles. Musik transportiert Stimmung und sie macht Stimmung. Sie schafft Erinnerungen an gute Momente und an schlechte Momente. Sie unterstreicht das Leben. Soundtrack eben.

Erzählt mir von euren Soundtracks, was sie euch bedeuten und was ihr damit verbindet.