Wenn ich mal groß bin…

Als Kind wollte ich Paläontologin werden, also Saurierforscherin. Mich haben diese übergroßen ausgestorbenen Viecher unglaublich fasziniert und ich habe alles gesammelt, was ich zu dem Thema finden konnte. Über meinem Bett flatterte das Modell eines Pterodactylus-Skeletts, auf meinem Nachttisch stand ein Stegosaurus-Skelettmodell (übrigens mein Lieblingsdino). Zum Geburtstag und zu Weihnachten habe ich mir Dinobücher schenken lassen; ich hatte eine recht ansehnliche Sammlung, die ich ausgiebig studiert habe. Ich konnte viele Stunden damit zubringen, darin zu schmökern, mir Notizen zu machen, Fachbegriffe auswendig zu lernen oder die Dinos abzumalen. Wenn ich mich nicht irre, hat mich meine Liebe zu diesen Urzeitviechern mindestens 2 Jahre begleitet. Aus irgendeinem Grund ist die Begeisterung allerdings langsam geschwunden. Dennoch ist ein gewisses Interesse für Dinosaurier geblieben. So gucke ich mir noch heute gerne Dokus zu dem Thema an und ich träume noch immer davon, mir die tollen Saurierskelette im Naturkundemuseum in Berlin anzuschauen. Einen Tyrannosaurus Rex durfte ich ja schon kennenlernen. Im Naturkundemuseum von Oslo ist mir einer über den Weg gelaufen.

Servus!

Danach wollte ich lange Lehrerin werden, was ich auch tatsächlich begonnen habe zu studieren und dann aus diversen Gründen wieder gelassen habe. Letztendlich bin ich nun als Bürokauffrau im Sekretariat gelandet, was mir ehrlich gesagt auch (meistens 😉 ) gut gefällt und Spaß macht. Wenn ich so im Nachhinein darüber nachdenke, in der Wüste von Utah herum zu krabbeln und mit dem Pinsel stundenlang Knochenfunde frei zu legen, bin ich schon recht froh über mein Büro… auch wenn die Temperaturen im Sommer darin durchaus wüstenähnlich sind 😉

Hattet ihr als Kind auch noch besondere, vielleicht außergewöhnliche Berufswünsche? Und was ist daraus geworden?

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11 Kommentare zu “Wenn ich mal groß bin…

  1. Mascha sagt:

    Ich wollte Meeresbiologin werden….aber leider habe ich es nicht geschafft umzusetzen 😦 Angst vorm Tauchen und schlecht in Physik.

    • rennhenn sagt:

      Oh, ein neues Gesicht, schön – willkommen! 🙂
      Meeresbiologie klingt auch sehr interessant. Aber leider tun sich manchmal so doofe Hürden auf, wenn man sich mal näher über seinen Traumberuf informiert.

  2. calichino sagt:

    Ich wollte immer Journalistin werden. Dann habe ich ein Praktikum in einer Redaktion gemacht und gewusst, dass ich das überhaupt nicht möchte.

    Deinem Traum ins Naturkundemuseum nach Berlin zu kommen steht doch nichts im Wege, oder? Berlin freut sich immer über Besucher. Viele Grüße, Cali

    • rennhenn sagt:

      Und noch ein neues Gesicht… auch dir willkommen!
      Journalistin, ach ja, super. Die Phase hatte ich auch mal und habe mir sogar Bewerbungsunterlagen für die Journalistenschule in München zuschicken lassen.
      Der Besuch in Berlin ist sicherlich nicht unmöglich und wird auf jeden Fall noch gemacht, da hast du recht.

  3. Anni sagt:

    Ich hatte mehrere Sachen.
    *Lehrerin
    *Frisörin
    *Erzieherin
    *etwas mit Tieren
    *Köchin

    Naja.. nach einem Praktikum fiel Köchin flach, ich mochte einfach zu wenig…Frisörin verlief sich im Sande…gelernt habe ich Erzieherin, da ich was mit Kindern machen wollte.und es Lehrerin ähnlich ist… hielt mich nicht für sehr schlau also blieb ich dabei…
    Nun mache ich was mit Tieren und es ist meine Berufung UND ich war absolut nicht zu dumm dafür 😛

  4. Hallo Renhenn

    Archäologie hat heut‘ zu Tage nicht mehr sooo viel mit dem echten Freilegen von Artefakten zu tun. Das ist eher eine Arbeit die in einem Museumsbüro, Verwaltung und in der Organisation der Geldbeschaffung für Forschungsprojekte zum tragen kommt.

    Ausgrabungen vor Ort machen nur ganz ausgewählte Leute, wobei es oft darauf ankommt welche Kontakte man zu den schon etablierten Archäologen hat und wie und ob die einen überhaupt fördern. Hab‘ ich mir mal sagen lassen .. Genauso ist es wohl auch der Fall, das diese Leute trotz jahrelangem Studium am Ende nicht so gut bezahlt werden wenn sie diesen Beruf ergreifen.

    Paläontologie hat mich auch immer fasziniert, wobei mein Hauptinteresse eher bei der Ägyptologie lag.

    Was einem als junger Mensch mit einem bestimmten Berufswunsch so im Kopf herum schwirrt, lässt sich leider nicht sehr oft verwirklichen.

    Ich hatte mir früher immer vorgestellt Ägyptologin, Tierpflegerin, Profifotografin, oder Buchautorin zu werden. Wie das aber meist so ist kommt es oft ganz anders. Ich habe Friseurin gelernt, habe aber nach Abschluss der Lehre kein großes Interesse mehr daran gehabt. Ich wollte dann eigentlich eine Weiterbildung als Maskenbildner machen. Darauf hätte ich allerdings sehr lange Jahre warten müssen, denn die Liste für diese Weiterbildung war endlos lang. Ich hatte damals einfach nicht den nötigen Biss und das Durchsetzungsvermögen meine Träume umzusetzen. Leider..

    Liebe Grüße

    • rennhenn sagt:

      Ja, ich weiß, das sind alles Gründe weswegen ich im Nachhinein auch froh bin, nicht an meinem Kindheitstraum festgehalten zu haben. Mittlerweile bedauere ich eher, dass ich mein Lehramt nicht zu Ende gebracht habe… manchmal wünsche ich mir einen Beruf, mit dem ich mehr bewegen kann. Aber nun ja, es kann nicht jeder die Welt retten 😉

      Auch wenn’s bei dir mit der Ägyptologie und Tierpflege nicht geklappt hat, so arbeitest du doch jetzt zielstrebig darauf hin, eine bekannte Fantasy-Autorin und Fotografin zu werden 😀

  5. Alex sagt:

    Mich haben als Kind auch Dinosaurier sehr fasziniert. Ein Buch hab ich sogar noch von damals, mal sehen, ob bei meiner Tochter irgendwann auch das Interesse aufkommt. 🙂
    Ich hatte aber nie das Bedürfnis, nach Knochen oder Ruinen zu buddeln.
    Wenn ich so drüber nachdenke, hatte ich nie eine Vorstellung, was ich irgendwann mal beruflich machen möchte. Das schlug sich dann auch in der Wahl meines Studienfachs nieder (Linguistik, Nebenfach Philosophie), und dass ich jetzt Redakteur bin, ist auch mehr Glück als Zielstrebigkeit geschuldet. Aber im Nachhinein macht mein jetziger Job Sinn.

    • rennhenn sagt:

      Ui, und noch ein neues Gesicht. Wo kommt ihr denn auf einmal alle her? Ich freu mich, willkommen 🙂

      Ein Saurierkollege also, schön *g* Ein Buch habe ich auch noch hier, ich frage mich, was aus all den anderen geworden ist?!

      Redakteur klingt auch wirklich interessant -schön, wenn man täglich mit Sprache arbeiten darf.

  6. […] die Versteinerung echt ist, vermag ich nicht zu sagen. Trotzdem fand ich die Schnecke einfach toll, zumal ich als Kind lange Zeit Paläontologin werden wollte und unzählige Bücher zu diesem Thema hatte. Der Berufswunsch ist vergangen, aber die Faszination […]

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