Jersey Loop

Für eine ganz liebe Freundin habe ich zu Weihnachten einen Loop Schal genäht. Eigentlich sollte es ja eine Handtasche werden, da Weihnachten aber wieder total überraschend kam – *hüstel*-, musste etwas schnelles her.

Loop1Ich habe bewusst keine dicken Stoffe ausgesucht, da ich weiß, dass meine Freundin schon genügend Strickschals hat und außerdem ist das momentane Wetter sowieso weit entfernt von Winter. Also habe ich mich für einen unifarbenen Jersey und einen bunt bedruckten Vögelchen-Jersey entschieden.

Loop2

Alles in allem habe ich etwa eine Stunde gebraucht. Schnitt und Anleitung sind wirklich simpel, das Kniffligste war eigentlich das Stecken des Jerseystoffs, da gerade der unifarbene sich arg an den Rändern eingerollt hat. Wer sich auch mal einem Loop versuchen mag, dem kann ich dieses Tutorial empfehlen.

Ach ja, meine Freundin hat sich sehr gefreut 😀

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Rucksack für die Kita

Da ich seit August wieder halbtags arbeite, ist unsere Kleine seit Neustem in der Kita. Der Versuch Job und Familie zu vereinbaren klappt, stellt mich allerdings vor die eine oder andere organisatorische Herausforderung, weswegen meine Zeit für Hobbies noch etwas weiter geschrumpft ist. Dies ist auch der Grund, warum es hier so lange still war. Inzwischen hat sich die Situation etwas eingependelt, langsam stellt sich eine gewisse Routine ein und daher bin ich guter Dinge, dass ich nun wieder häufiger ein Stündchen für mich abknapsen kann. Vor Kurzem habe ich damit angefangen und einen Kita-Rucksack für das Töchterlein genäht.

Rucksack_frontDas Schnittmuster habe ich auf einem englischsprachigen Blog entdeckt. Ich wollte ja unbedingt etwas ohne Reißverschluss, da das nach wie vor mein persönliches Horror-Nähszenario ist *hüstel*. Die Stoffe waren schnell zusammengestellt. Ich wollte bunte, freundliche Farben, nicht die typische Mädchen-Kombination aus rosarot und pink, Tiere sollten ebenfalls darauf vertreten sein. Für das Innenleben habe ich eine ausrangierte Wachstuchtischdecke genommen, um dem ganzen etwas Standfestigkeit und  Schutz vor auslaufenden Getränken zu verleihen.

Rucksack_hintenIch habe einen kompletten Sonntagnachmittag mit Nähen verbracht. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden, auch wenn man bei näherem Hinsehen kleinere Fehler entdeckt – man beachte beispielsweise die schief angenähten Träger auf dem Bild nebenan 😉

Den Praxistest hat der Rucksack auf jeden Fall schon bestanden, es passt auch alles Nötige hinein: Frühstück, Taschentücher und ganz wichtig: der Teddybär.

Rucksack_action Das Kind ist ebenfalls begeistert vom Rucksack und trägt ihn gerne. Wenn ich ihn morgens hervorhole, quietscht sie immer ganz begeistert „Sack“ und „Tschiep tschiep“ 🙂

Das Nähen hat mir großen Spaß gemacht und es ist ein tolles Gefühl, wenn einem ein Projekt gelingt. Als nächstes möchte ich mir eine große Beuteltasche für’s Büro nähen. Die Stoffe liegen schon bereit und ich hoffe, dass ich bald die Zeit finde, um mich an die Nähmaschine zu setzen.

Muttertag

Heute ist Muttertag – ich hoffe, ihr habt alle dran gedacht und macht eurer Mama eine besondere Freude 😉

Aber woher kommt dieser Tag eigentlich?

Alles begann 1865 mit der amerikanischen Frauenbewegung unter dem Namen Mothers Friedship Day, organisiert von einer Ms Jarvis. 1870 setzte sich eine Ms Howe verstärkt für eine Mütter-Friedenstag-Initiative unter dem Schlagwort „peace and motherhood“ ein, hier wurde gegen Krieg und das Opfern zahlreicher Söhne protestiert.

In Deutschland wurde das Thema ca. 1922 freudig vom „Verband Deutscher Blumengeschäftsinhaber“ aufgegriffen… frei nach dem Motto: ehret die Mutter und verschenkt Blumen 😉 Einige Jahre später zur Nazizeit hat der Herr mit dem Bärtchen und dem adretten Scheitel das Ganze ja bekanntermaßen für seine Propaganda instumentalisiert. Heutzutage sind wir wieder beim Anfang angekommen: der Muttertag hat keine politische Bedeutung mehr, stattdessen freuen sich die Blumenhändler über das Zusatzgeschäft. Und so schließt sich der Kreis. Näheres zur Entstehung und der Bedeutung dieses Tages kann man bei Wikipedia nachlesen.

Natürlich habe auch ich mir was für meine Mama ausgedacht. Sie hatte sich letzte Woche schon einen Kuchen für den heutigen Tag gewünscht. Das brave Töchterlein hat folgendes zusammengerührt:

Erdbeertorte

 Eine Erdbeertorte… simple Zutaten, aber lecker. Dazu einfach einen Tortenboden backen und mit Erdbeersahne und gestückelten Erdbeeren füllen. Anschließend mit Sahne eincremen und nach Gusto dekorieren. Dem Anlass entsprechend habe ich ein eher kitschiges Zuckedekor verwendet 😉

Und da ein Kuchen meiner Meinung nach etwas wenig ist (zumal sie sich den ja gewünscht hatte und die Überraschung somit eher etwas mau ausfallen würde) und ich meiner lieben Frau Mama noch gerne eine kleine Freude machen wollte, habe ich noch die Nadel geschwungen. Hatte vor längerer Zeit einen hübschen Stoffrest in einem schwedischen Möbelhaus ergattern können. Der musste nun dran glauben. Heraus kam nach einigen Stunden Arbeit folgendes:

Handtasche01

 Einmal ein Bild in voller Pracht

Handtasche02Und hier im Detail

Bin gespannt, was sie dazu meint. Noch gespannter bin ich wie lange die Tasche hält… ist meine erste und wenn man genauer hinguckt, kann man an einigen Stellen durchaus erkennen, dass sie von einer Nähanfängerin gemacht wurde *dumdidum*

Wie verbringt ihr denn Muttertag? Und habt ihr euch was Nettes für eure Mütter ausgedacht?

Bin gespannt. Euch allen einen schönen Sonntag!