Dreimal Ulm anders

Für ein Wichtelprojekt in meinem Lieblingsbastelforum habe ich vor einigen Wochen Fotos von Ulm gemacht. Drei davon möchte ich euch heute zeigen. Aber nicht im Original, sondern anders. Bearbeitet eben. Verwendet habe ich dafür GIMP. Ich bin jedoch alles andere als ein Crack auf dem Gebiet, ich spiel halt einfach gern ein bissl rum, also verzeiht mir die Schlichtheit der Bearbeitung. Ich übe noch 😉

Münster

Zuerst das wohl bekannteste Wahrzeichen Ulms: das Münster. Auf dem Ursprungsbild haben wir einen strahlend blauen Himmel, es war ein wirklich frostiger Wintertag und wir haben ganz schön gefroren auf dem zugigen Münsterplatz. Das Foto habe ich einfach nur entfärbt. Ich finde, dadurch wirkt das Münster erst so richtig gotisch.

schiefes haus

Das schiefe Haus kennt man vielleicht auch als Nicht-Ulmer. Ich habe das alte Fachwerkhaus ein bisschen ge-colour-keyed und die hübschen grünen Fensterläden hervorgehoben. Das schiefe Haus stammt aus dem 14. Jahrhundert und wurde ursprünglich von den Ulmer Schiffsmeistern genutzt. Heutzutage befindet sich ein Hotel darin. Nicht ganz günstig, aber dafür sehr speziell. Wer sich für Eindrücke aus dem Innern interessiert und dafür wie aufwendig das Gebäude saniert wurde, kann das auf der Homepage des Hotels nachschauen.

Altstadt
Als drittes Bild habe ich den Blick auf die Altstadt vom Donauufer ausgewählt. Hier habe ich ein wenig mit Helligkeit und Kontrast herumgespielt und den Weichzeichner eingesetzt. Ich finde, es sieht ein wenig wie eine dieser alten colorierten Kitsch-Postkarten aus.

Übrigens ist Ulm wirklich einen Besuch wert. Die Altstadt ist schön, es gibt feine Gaststätten und Lokale und der Blick vom Münster ist grandios, insbesondere bei klarem Wetter, wenn man freie Sicht auf die Alpen hat.

(Artikel zum Blogger-Wettstreit)

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Wenn ich groß bin…

…will ich Pyrotechniker werden!

Saßen vorher friedlich vor dem Fernseher, als es draußen plötzlich einen lauten Schlag gab. Kurze Zeit später folgte ein weiterer, daraufhin einige in Folge. Da mussten wir natürlich gucken, was los ist.

Ein Blick aus dem Fenster gab dann Klarheit. Feuerwerk! Momentan findet in der Friedrichsau, dem Ulmer Stadtpark an der Donau, das jährliche Volksfest statt. Von uns nur wenige Gehminuten entfernt, konnten wir von unserem Fenster aus alles gemütlich mitverfolgen. Hätte ja gern Fotos gemacht, aber ich war zu gebannt und konnte mich nicht losreißen, um den Knipsi zu holen.

Wunderschön! Soviele bunte Farben und sogar pinkfarbene Herzen waren dabei. Und ein ganz toller Goldregen, an dem ich mich kaum sattsehen konnte. Beeindruckende goldene Fontänen, die sich in Sternenstaub aufgelöst haben.

Bin noch immer ganz begeistert. Nehme diesen Eindruck jetzt erstmal mit ins Bett… mal schaun, was ich heute Nacht so träume 😉

Neeneenee… Froschn!

 
Die Eintrittskarte - wichtig!
Die Eintrittskarte – wichtig!

Wir haben gestern einen wirklich lustigen Abend verbracht. Mit einem Frosch, einem Eisbären, dem Kalle, einem Maulwurf und vielen Liedern und Gedichten über die Liebe. Aber eins nach dem anderen.

 Gestern gastierte im Ulmer Zelt René Marik. Den Beweis seht ihr links. zaubi wird sicherlich wissen, wen ich meine 😉 Für alle anderen… René Marik ist Comedian – wie sich das heutzutage wohl auf Neudeutsch schimpft – und spielt mit seinen Handpuppen komische Episoden. Die bekannteste Figur ist sein Maulwurf. Blind, mit Sprachfehler. Zum ersten Mal gesehen habe ich das im Fernsehen bei Hella von Sinnens Geburtstagsshow vor wenigen Monaten. Und war sofort begeistert. Herrlich albern, genau meins.

Und so waren wir gestern Abend natürlich dabei, beim Abend über die Liebe. Stattgefunden hat das Ganze im Ulmer Zelt. Eine nette kulturelle Einrichtung in der Ulmer Friedrichsau. In einem Zirkuszelt kann man hier allerlei Auftritte erleben, von Musik bis zu Comedy. Leider war das Wetter gestern ein wenig garstig, es regnete mal wieder. Da Stefan und ich nur 15 Minuten Gehweg vom Zelt entfernt wohnen, sind wir natürlich hinspaziert. War alles ein wenig matschig, gerade vor dem Zelt waren einige fiese Pfützen.

Ja, und dann ging’s los. René Marik kam auf die Bühne, in seinem altmodischen Anzug und gab erst einmal ein Lied zum Besten. Der Mann kann singen, wow. Und E-Gitarre spielen, nochmal wow. Anschließend verschanzte er sich hinter seiner schwarze Wand und ließ die Puppen tanzen. Meine Güte, ich hab Tränen gelacht! Großartig! Das meiste kannte ich schon von youtube, aber einige Maulwurf-Episoden waren mir neu. So versuchte sich der Maulwurf am Anfang als Schauspieler und rezitierte den Hamlet und den Faust… Faustn *lol* Zwischendurch kam René Marik immer mal wieder hinter seinem Puppenturm hervor, um zu singen oder ein Gedicht vorzutragen. Vorallem die Gedichte waren immer wieder ein Higlight. Sie stammten von einer Dame namens Elsbeth Bellartz, die einige recht merkwürdige Gedichte über die Liebe geschrieben hat. Eines von Kurt Schwitters war auch dabei, aber der hat ja sowieso ne Menge merkwürdiger Dinge verbrochen.

Hach, war das mal nett, den Maulwurf live zu erleben. Leider gibt es kein Happy End, wie es so oft auf der Bühne der Fall ist, endet auch die Liebe des Maulwurfs tragisch… aber ich möchte mal nicht zuviel verraten. Jedenfalls haben uns René Marik und seine Figuren einen wirklich amüsanten und unterhaltsamen Abend geboten. Wer die Gelegenheit hat: hingehen!

Zu guter Letzt noch das einzige Bild, das ich von René Marik gemacht habe. Habe mich nicht getraut zu knipsen, schon gar nicht mit Blitz, und so ist dieses Foto leider ziemlich grottig geworden. Egal, hier ist es trotzdem.

René Marik

René Marik

 

Ich denke, man kann ihn grade so erkennen. Ebenso den gegelten Seitenscheitel und den schicken Anzug 😉

Auf dem Bild liest er übrigens gerade aus dem oben erwähnten Gedichtband von Elsbeth Bellartz etwas romantische Lyrik. Übrigens alles im freien Vers, da reimt sich nix. Einfach nur Gedankenaneinanderreihungen, Zitat: „Beim Wasserskifahren haben wir am meisten gelacht.“ Aha. Nun, den Rest möge man sich denken.

Wir haben jedenfalls viel und laut gelacht… beim Abend über die Liebe. Autschn.

Der Soundtrack meines Lebens – ein Auszug

 
„Nichts ruft die Erinnerung an die Vergangenheit so lebhaft wach wie die Musik.“
Anne Louise Germaine de Stael, (1766-1817), frz.-schweiz. Autorin

Eben bin ich auf Youtube über ein paar alte Songs von Paradise Lost gestolpert. Die ersten Töne haben ausgereicht, um mich umgehend in ein Zugabteil zu versetzen. Das erste Jahr meiner Studienzeit bin ich nämlich täglich per Bahn von Ulm nach Augsburg, wo ich studiert habe, gependelt. Immer dabei… mein Discman und diverse CDs. Unter anderem die „Draconian Times“ von Paradise Lost. Und noch eine musikalische Zugerinnerung: bei My Dying Bride sitze ich automatisch in der Scottish Railway und fahre mit meiner Freundin durch die Highlands… und denke dabei an einen gewissen Mike aus Glasgow, aber das ist eine andere Geschichte 😉

 Aber auch aus meiner Kindheit ist mir einiges in Erinnerung geblieben. Ganz schrecklich: „Boys, Boys, Boys“ von Sabrina Salerno. Ein musikalischer SuperGAU, lässt mich aber doch immer an die Sommerferien denken, die wir bei meiner Familie in Italien verbracht haben. Da ist die Rennhenn dann wieder ein Küken, das auf dem Rücksitz laut (und falsch!) mit Bruder, Cousin und Cousine aus dem Autofenster heraus singt. Besonders warm ums Herz wird’s mir bei „She drives me crazy“ von den Fine Young Cannibals. Da bin ich dann wieder 8 Jahre alt und stehe mit meiner Mama abends in der Küche und backe Kuchen. Wie jeden Freitag. Und wie jeden Freitag läuft nebenher die Hitparade auf Bayern 3.

 Oder „Das Beste“ von Silbermond. Ich weiß, total kitschig und ca. 1 Milliarde Pärchen haben das zu IHREM Song auserkoren. Und trotzdem… mein Schatz hat mir die Maxi zum vorletzten Valentinstag zusammen mit einer Rose überreicht und wenn ich nun das Lied im Radio höre, werd ich plötzlich ganz glücklich.

 Mit manchen Liedern verbinde ich aber auch Negatives. So kann ich beispielsweise „November Rain“ von Guns’n’Roses nicht mehr anhören. Wenn das irgendwo gespielt wird, muss ich den Raum verlassen. Das Lied wurde auf der Beerdigung eines Freundes gespielt, seither kann ich es nicht mehr ertragen.

Musik ist was Wundervolles. Musik transportiert Stimmung und sie macht Stimmung. Sie schafft Erinnerungen an gute Momente und an schlechte Momente. Sie unterstreicht das Leben. Soundtrack eben.

Erzählt mir von euren Soundtracks, was sie euch bedeuten und was ihr damit verbindet.