Wir haben’s getan!

In der letzten Zeit war es ja extrem ruhig um die Henne. Wie ihr wisst, hab ich meinen Hahn geheiratet und so eine Hochzeit frisst verdammt viel Zeit wie ich nun weiß. Habe heute aber endlich Zeit, mein Versprechen einzulösen und euch zu erzählen wie unser großer Tag verlaufen ist.

Nach einem spontan organisierten (und feucht-fröhlichen) Polterabend fiel es uns natürlich recht schwer am nächsten Morgen aufzustehen, zumal wir vor Aufregung kaum ein Auge zugemacht hatten. Aber es musste ja sein – und so hab ich mich um 20 vor 6 aus dem Bett gequält und bin zu meinen Eltern gefahren. Dort habe ich geduscht und dann ging’s ab zum Friseur. Bin so froh, dass ich jetzt so schnell nicht wieder unter so eine blöde Trockenhaube muss! Nach dem Frisieren wurde ich noch fix geschminkt, danach ab nach Hause, wo mich meine Mama und meine Tante eingekleidet haben.

Und dann fuhren wir endlich zum Standesamt, wo schon mein toller Schatz auf mich gewartet hat. Außerdem waren schon die meisten Gäste da. Das war ein großes Hallo kann ich euch sagen! Die Trauung an sich ging recht schnell, nach ca. 20 Minuten waren wir schon fertig. Der Standesbeamte hat das aber wirklich schön gestaltet und sehr warme Worte für uns gefunden.

Im Anschluss ging’s im laut hupenden Autokorso in die Gaststätte. Mein Schwiegervater hatte sich da auch schon was ausgedacht – wir durften ganz klassisch einen Baumstamm zersägen und haben uns eigentlich ganz gut gemacht. Einige haben’s später auch noch versucht, wie ich gesehen hab, und haben sich weit weniger wacker geschlagen grosses Grinsen

Während die anderen dann mit Fingerfood und Sekt beschäftigt waren, haben wir uns mit den Trauzeugen und dem Fotografen zurückgezogen, um in der Umgebung ein paar nette Bilder zu knipsen. Das war recht lustig, vorallem da mein Bruder als Assistent abbestellt wurde und uns ausleuchten durfte.

Zurück im Saal gab’s dann Kaffee und Kuchen. Als es dann etwas ruhiger wurde, legten wir „unser“ Lied ein und brachten den Hochzeitstanz hinter uns. Davor hatten wir ja ein bisschen Angst gehabt, sind ja nicht gerade große Tänzer und wenn dann alle noch zugucken… aber hat anscheinend ganz gut geklappt, bei der einen oder anderen Anwesenden flossen da auch wieder Tränen Zwinker

Nach dem Tanz stellten mein Brüderlein und seine Freundin die Hochzeitszeitung vor, die sie in den letzten Wochen vorbereitet hatten. Die Zeitung ist richtig toll geworden und mit viel Liebe gemacht, sodass sie echt gut ankam bei den Gästen und rege verkauft wurde.

Nächster Programmpunkt war dann das Buffett. Das Essen war wirklich lecker und wir bekamen von vielen Seiten Lob dafür, scheinen also ein gutes Händchen bei der Auswahl der Gaststätte gehabt zu haben. Aber auch die Bedienungen waren sehr nett und zuvorkommend und haben sich super und geduldig um die ganze Bande gekümmert.

Nach dem Essen ging’s dann so richtig ans Tanzen. Nach einem zögerlichen Start war die Tanzfläche richtig voll und es wurde wild getanzt. Meine Güte, so ein Hochzeitskleid ist ganz schön warm staun

Auch ganz toll waren die Spiele, die sich unsere Freunde und Verwandte für uns ausgedacht hatten. Bei einem Spiel mussten wir mit Dartpfeilen Gutscheine erwerfen – einen Teil müssen wir erfüllen, den anderen Teil unsere Gäste. Bei einem anderen Spiel musste ich zeigen, dass ich zur Ehefrau geeignet bin und sollte mit verbundenen Augen Küchengerätschaften ertasten.

Last but not least gab es unsere Hochzeitstorte. Beim Anschneiden gab es noch ein wenig Durcheinander, weil angeblich derjenige, der da die Hand oben hat, auch in der Ehe später das Sagen haben wird. Ich hatte meine unten, aber Schatz und ich wissen, dass das nix zu sagen hat Zwinker

Danach wurde – natürlich – Torte gegessen und anschließend noch ein bissl getanzt. Um halb eins war der letzte Gast draußen. Stefan und ich haben unsere Geschenke zusammengerafft und sind dann auf unser Zimmer. Zwar hatten wir einen Riesenspaß auf der Feier, aber die Ruhe und mal wieder ganz allein zu sein, waren auch schön Lachen

Ja, und nun sind wir schon drei Wochen verheiratet und freuen uns auf alle weiteren gemeinsamen Wochen, die da noch so auf uns zukommen.

Ja wo rennt sie denn?

Auf Frau Wolkenlos Frage, wo die Rennhenn denn abgeblieben sei, möchte ich doch direkt mit einem schnellen Artikel antworten. Vorab die Kurzversion für Eilige: mir geht es gut, bin zur Zeit nur schwer im Stress und komme einfach nicht zum Bloggen. Nachfolgend nun die lange Version 😉 

Seit Anfang August habe ich einen neuen Job.  Ich fühle mich dabei sehr wohl – ich verdiene ein bissl mehr als vorher, ich habe mehr Urlaub und die Arbeitszeiten sind einfach klasse. Allerdings kann ich von dort nicht ins Internet, womit mir nur die Abende dafür bleiben. Wenn die Abende momentan nur nicht so verplant wären…

Wie ich ja bereits unlängst berichtet habe, werden mein Schatz und ich im November heiraten. Wir durchleben gerade eine sehr spannende, aufregende Zeit mit einem ganzen Haufen an organisatorischem Kram. Eigentlich wollten wir die Hochzeit eher klein und schlicht halten, aber nun wird es irgendwie doch ein wenig größer *lol* Sind daher gerade viel am Planen und Machen und Tun und ich kann an gar nichts anderes mehr denken als ans Heiraten. Klingt ein wenig nach Heimsuchung, ist es aber überhaupt nicht… im Gegenteil: es ist wunderschön 😀

Mit meinem Wunschkleid hat’s leider nicht geklappt. Das hätte mein Budget um Längen gesprengt. War daher gestern mit meiner Mama und meiner Oma im Städtle unterwegs, um den Brautmoden-Markt abzuchecken. Hätten alle drei nicht gedacht, dass es so schnell gehen würde, aber… ich hab ein Kleid. Das vierte, welches ich anprobiert habe, war ein Volltreffer. Meine Begleitdamen hatten zwar schon die ganze Zeit wässrige Augen, aber als ich dann mit diesem Kleid aus der Kabine kam, wurden sie noch ein wenig mehr wässrig *lol* Als ich mich dann schließlich selbst darin im Spiegel gesehen habe, war ich auch direkt begeistert… einfach wunderschön. Zumindest in meinen Augen. Ist zwar weniger schlicht ausgefallen als ursprünglich ausgemalt, aber hey, was soll’s? Das ist MEIN Tag, da darf’s dann ruhig etwas mehr sein.  Ringe haben wir übrigens auch schon ausgesucht – aus Palladium, mit eismatter Oberfläche, in meinem Ring wird ein kleiner Brilli eingearbeitet. Hach ja *seufz*

Ihr seht, es ist wirklich alles in Ordnung. Bin gerade rundum glücklich und alles fühlt sich einfach gut an und so wie es sein soll.

Es tut mir leid, dass mein Blog und auch eure Blogs grade zu kurz kommen bei mir – aber momentan fordert mich einfach das echte Leben voll und ganz. Ich schicke euch daher allen an dieser Stelle einfach mal viele liebe Grüße! Ich versuche euch auf dem Laufenden zu halten und ich hoffe, dass ich in naher Zukunft mal wieder Zeit für einen „ausgereifteren“ Artikel und für’s Kommentieren in euren Blogs habe. So long, folks!

Missverständnis

Stefan und ich haben vor wenigen Wochen beschlossen, das Thema Heiraten nach über 4 Jahren glücklichem Beisammensein ernsthaft anzugehen. Die Nachricht haben wir erstmal im engsten Familienkreis verkündet – unseren Eltern und meinen Großeltern. Dabei haben wir unter anderem erwähnt, dass unser Vorgespräch beim Standesamt am 9. Juli stattfindet. Die Hochzeit selbst soll im Herbst, spätestens im kommenden Frühjahr steigen. Nun ist mein Opa ja Italiener und versteht nach all den Jahren, die er schon hier lebt, noch immer einiges falsch, wenn er es auf Deutsch erzählt bekommt. Ich habe zwar auch auf Italienisch mit ihm darüber geredet, aber etwas schlecht hören tut er halt noch obendrein 😉

Heute beim allsonntäglichen Mittagessen bei meinen Eltern, rief meine Tante aus Italien an. Wie das bei uns so ist, wenn „Italien anruft“, wurde der Hörer von dem einen zum anderen weitergereicht, damit jeder ein kleines Pläuschchen mit meiner Tante halten konnte. Als die Reihe an mir war, wurde ich natürlich gleich auf die bevorstehende Hochzeit angesprochen. Mein Opa hatte es ihr also schon erzählt. Im Laufe der Plauderei stellte sich dann jedoch heraus, dass mein Opa da was falsch verstanden hatte. Er dachte nämlich, wir würden schon am 9. Juli heiraten… also übernächste Woche! Und so hatte er es auch meiner Tante erzählt. Da war die Verwirrung bei den Verwandten in Italien natürlich groß. Vier Jahre zusammen und plötzlich muss es so schnell gehen?! Ist da etwa schon Nachwuchs im Anmarsch?!?! Ich konnte meine Tante natürlich schnell beruhigen. Alles nur ein Missverständnis, wir machen ganz brav einen Schritt nach dem anderen. Außerdem wäre ihr dann natürlich schon lange eine Einladung in den Briefkasten geflattert. Ende gut, alles gut. Da hatten wir heute ganz schön was zu Lachen beim Essen.

Tja, da sieht man mal wie schnell Gerüchte entstehen können *g*