Norwegen – Leuchttürme

Norwegen hat viele Kilometer Küste. Etwa 83.000, um genau zu sein, Fjorde und Inseln mit eingerechnet. Wo man soviel Küste findet, ist der Schiffsverkehr meist ein reger. So auch in Norwegen. Damit die Schiffe sicher navigieren können, gibt es Leuchttürme. Ich fand Leuchttürme schon als Kind toll, das hat sich bis heute nicht geändert. Und so freue ich mich jedes Mal, wenn ich einen sehe und muss ihn natürlich auch sofort fotografieren.

Auf unserer Hochzeitsreise, die wir im Herbst 2009 auf den norwegischen Hurtigruten unternommen haben, hatte ich die Gelegenheit, so einige Leuchttürme zu sehen. Von kleinen, eher unspektakulären bis hin zu den malerischen.

Landegode Fyr bei Bodø

Ein schöner Leuchtturm ist beispielsweise das Landegode Fyr bei Bodø. Das Leuchtfeuer liegt auf einer Schäre und stammt aus dem Jahr 1901. Mittlerweile läuft der Turm natürlich automatisch, dafür kann man heute als Tourist in den umliegenden Häuschen übernachten.

Kjeungskjær fyr vor ØrlandAm besten hat mir aber das Kjeungskjær Fyr vor Ørland gefallen. Auch dieser Leuchtturm steht auf einer Schäre, quasi mitten im Meer, und hat schon einige Jährchen auf dem Buckel. Der Turm stammt aus dem Jahre 1880 und steht unter Denkmalschutz. Drum herum liegt ein Vogelschutzgebiet.

Ich habe gelesen, dass der Leuchtturm bei den Leuchtturmwärtern und ihren Familien nicht sehr beliebt war. „Land“ rund um den Turm ist nicht vorhanden, grade für Kinder war das nichts. Und bei schlechtem Wetter war man anscheinend komplett vom Festland abgeschnitten. Dennoch war der Turm bis in die späten 40er Jahre bewohnt, danach hielt auch dort die Automatisierung ihren Einzug.

Molenfeuer in Vardø

 

Natürlich sind nicht alle Leuchttürme so idyllisch wie Landegode oder Kjeungskjær. An den Hafeneinfahrten stehen meist kleinere Leuchtfeuer. Die Türme sind dann eher unauffällig und mit ihren knapp 10 m auch klein. Dafür sind sie oft mit der lustigen Aufschrift „Sakte Fart“ versehen. So wie das Molenfeuer in Vardø schauen viele Leuchtfeuer entlang der Hurtigrute aus. Oft stehen diese kleinen Feuer auch irgendwo im Nirgendwo an einer Felsklippe, um den Schiffen zu helfen, diese sicher zu umfahren.

Wer noch ein wenig mehr zum Thema lesen möchte, dem sei dieser Artikel im Hurtigruten-Forum wärmstens empfohlen. Ein User, ganz offensichtlich selbst Leuchtturm-Fan, hat sich die Mühe gemacht, die Leuchtfeuer entlang der Route mit Fotos und wissenswerten Details aufzulisten. Eine nette Schmökerei, die zumindest bei mir wieder das Fernweh weckt.

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