Beim Warten auf den Bus hat man Zeit zu lesen

Tja, so ist das nunmal, wenn man im gleichen 2000-Seelen-Kaff wohnt wie ein DSDS-Teilnehmer. Da gibt es bei den Schmierereien am Bus-Wartehäuschen nur ein Thema: Daniele Negroni.

daniele1Man erkennt die tiefe Liebe zum Idol schon am falsch geschriebenen Nachnamen.

daniele2„Wir lieben dich, du Obergeilheit!“ Dieser Spruch hat mir tatsächlich den Tag versüßt.

In ein paar Jahren werden andere Teenie-Mädels an dieser Haltestelle auf den Schulbus warten und sich fragen, wer wohl dieser Daniele war…

Advertisements

Rucksack für die Kita

Da ich seit August wieder halbtags arbeite, ist unsere Kleine seit Neustem in der Kita. Der Versuch Job und Familie zu vereinbaren klappt, stellt mich allerdings vor die eine oder andere organisatorische Herausforderung, weswegen meine Zeit für Hobbies noch etwas weiter geschrumpft ist. Dies ist auch der Grund, warum es hier so lange still war. Inzwischen hat sich die Situation etwas eingependelt, langsam stellt sich eine gewisse Routine ein und daher bin ich guter Dinge, dass ich nun wieder häufiger ein Stündchen für mich abknapsen kann. Vor Kurzem habe ich damit angefangen und einen Kita-Rucksack für das Töchterlein genäht.

Rucksack_frontDas Schnittmuster habe ich auf einem englischsprachigen Blog entdeckt. Ich wollte ja unbedingt etwas ohne Reißverschluss, da das nach wie vor mein persönliches Horror-Nähszenario ist *hüstel*. Die Stoffe waren schnell zusammengestellt. Ich wollte bunte, freundliche Farben, nicht die typische Mädchen-Kombination aus rosarot und pink, Tiere sollten ebenfalls darauf vertreten sein. Für das Innenleben habe ich eine ausrangierte Wachstuchtischdecke genommen, um dem ganzen etwas Standfestigkeit und  Schutz vor auslaufenden Getränken zu verleihen.

Rucksack_hintenIch habe einen kompletten Sonntagnachmittag mit Nähen verbracht. Mit dem Ergebnis bin ich recht zufrieden, auch wenn man bei näherem Hinsehen kleinere Fehler entdeckt – man beachte beispielsweise die schief angenähten Träger auf dem Bild nebenan 😉

Den Praxistest hat der Rucksack auf jeden Fall schon bestanden, es passt auch alles Nötige hinein: Frühstück, Taschentücher und ganz wichtig: der Teddybär.

Rucksack_action Das Kind ist ebenfalls begeistert vom Rucksack und trägt ihn gerne. Wenn ich ihn morgens hervorhole, quietscht sie immer ganz begeistert „Sack“ und „Tschiep tschiep“ 🙂

Das Nähen hat mir großen Spaß gemacht und es ist ein tolles Gefühl, wenn einem ein Projekt gelingt. Als nächstes möchte ich mir eine große Beuteltasche für’s Büro nähen. Die Stoffe liegen schon bereit und ich hoffe, dass ich bald die Zeit finde, um mich an die Nähmaschine zu setzen.

Das Eis meiner Kindheit

Eis

Bum Bum! Und es schmeckt noch genauso wie früher: der leckere rote Zuckerguss mit dem bubbligen Geschmack und das feine Erdbeer-Vanilleeis im Inneren. Der hart gefrostete Teil des Kaugummis ist noch genauso schwer zu zerkauen wie damals, und der pappsüße Geschmack hält sich nach wie vor nur wenige Minuten lang. Hach, ich liebe es!

Best of Instagram Mai

Sapperlott! Da ist der Juni schon fast zur Hälfte vorbei und ich rücke erst heute mit meinen Mai-Eindrücken an. Hier daher ruckzuck die Bilder.

Muttertagstorte

Wie jedes Jahr habe ich meiner Mama zum Muttertag einen Kuchen gebacken. Dieses Mal ist es eine Erdbeer-Sahne-Torte geworden. Jammi!

Windrad

Vergangenen Monat haben wir außerdem die Eltern meines Mannes besucht. Auf dem immerhin 600 km langen Weg dorthin habe ich mir die Zeit damit vertrieben, gelegentlich aus dem Autofenster heraus zu knipsen. Ich mag Windräder!

Trabihaus

Meine Schwiegereltern haben einen schönen großen Garten, in dem nicht nur Hühner leben, sondern auch dieser alte Klassiker. Mein Schwiegervater hat den ausrangierten Trabi aufgebockt, als mein Mann und sein Bruder noch klein waren. Über eine Leiter kann man hinein klettern. Wer hatte als Kind schon so ein außergewöhnliches Baumhaus?

Regen

Ansonsten hat’s im Mai eigentlich dauernd geregnet. Mal schaun, was dieser Monat so bringt…

Wunderliches aus der Welt der Pilze

Als Kind war ich ab und an mit meinem Opa Pilze sammeln. Die meisten gesammelten Pilze waren arg wurmstichig, was meinen Opa dennoch nicht davon abgehalten hat, sie entweder zu braten oder einzulegen. Ich weiß leider bis heute nicht, welche Pilze wir da immer geholt haben, allerdings haben sie immer gut geschmeckt. Inzwischen bin ich schon viele, viele Jahre nicht mehr auf Pilzsuche gewesen, meinen Opa gibt es leider mittlerweile auch nicht mehr. Ich würde schon gerne mal wieder los ziehen, aber ich traue es mir alleine nicht zu. Ich hätte zu große Angst, versehentlich einen giftigen Pilz einzusammeln.

Der guten, alten Zeiten wegen habe ich mir also vor einiger Zeit ein Pilzbestimmungsbüchlein gekauft, das es günstig im Supermarkt gab. Daheim beim Blättern ist mir dann aufgefallen, was für merkwürdige Namen unsere heimischen Pilze so haben.

Da gibt es so kuriose Vertreter wie die Krause Glucke, das Schweinsohr oder das Judasohr. Auch der Gewimperte Erdstern, der Klebrige Hörnling und der Strubbelkopfröhrling haben ziemlich merkwürdige Namen. Manche Pilze haben Tolkien’sche Hobbitnamen: Erdritterling, Nelkenschwindling, Samtfußkrempling… bei letzterem könnte man sogar haarige Füße vermuten 😉

Am merkwürdigsten finde ich es allerdings, wenn Pilze ganz und gar unappetitliche Namen haben, im Büchlein jedoch als essbar deklariert sind – und das kommt durchaus häufiger vor, als gedacht. Oder wolltet ihr nicht schon immer mal ein Totentrompeten-Omelette auf der Speisekarte finden? Die Totentrompete ist laut Buch ein „besonders schmackhafter Speisepilz“. Der Fleischrote Gallerttrichterling, der Rauchblättrige Schwefelkopf oder der Blaugestiefelte Schleimkopf sind ebenfalls allesamt essbar und genießbar.

Da lobe ich mir halt den Satanspilz oder den Speitäubling – da ist der Name Programm, die beiden Kameraden sind nämlich definitiv giftig.

Bei all diesen seltsamen Namen frage ich mich doch, was den Biologen bei der Namensgebung so durch den Kopf gegangen ist. Aber man muss ja nicht alles verstehen.

Räucherlachsschnecken

Heute gibt es von mir ein ganz schnelles Rezept für leckere Blätterteigschnecken. Vor einer Weile habe ich das Rezept aus dem Ärmel geschüttelt, als ich eine feine Nascherei zum „schnell mal von der Hand Essen“ wollte. Neumodisch heißen so Sachen ja Fingerfood 😉

Blätterteig

Hier ausnahmsweise mit grünem Spargel

So wird’s gemacht:

  • 1 Rolle fertigen Blätterteig
  • etwa 1/2 halben Becher Kräuterfrischkäse (mir schmeckt da die Sorte „Französische Kräuter“ von Bresso)
  • 3-4 Scheiben Räucherlachs
  • 3 Lauchzwiebeln

Der Blätterteig wird ausgerollt und gleichmäßig mit dem Frischkäse bestrichen.

Den Lachs zupft ihr einfach in kleinere Stückchen, die ihr auf dem Teig verteilt. Die Lauchzwiebeln werden in feine Ringe geschnitten und ebenfalls über den Teig gestreut.

Nun rollt ihr das Ganze von der langen Seite her auf und schneidet mit einem Sägemesser etwa 2 cm dicke Scheiben ab. Die Schnecken legt ihr auf ein Backblech und backt sie gemäß der Angaben auf der Packung.

Fertig! Ich sagte doch: geht ratzfatz. Beim letzten Mal habe ich die Schnecken etwas abgewandelt, indem ich 4 Stangen grünen Spargel in wenig Olivenöl rundum angebraten habe, diesen dann in kleine Stückchen geschnitten und mit der üblichen Füllung in den Blätterteig eingerollt habe. Eine Saisonvariante sozusagen 😉

(Artikel zum Blogger-Wettstreit)

Gruß aus der Uhrzeit

Durch Zufall sind wir vor 2 Jahren in dieselbe Wohnung gezogen, in welcher ich die ersten 15 Jahre meines Lebens verbracht habe. Das war wirklich schön mit der eigenen Familie in die Räume zu ziehen, in denen ich mich als Kind schon so wohl gefühlt hatte. Mir war natürlich alles schnell wieder vertraut und ein kleines Wiedersehen gab es auch. Das Fensterbrett im Schlafzimmer hat mich als Kind schon fasziniert und auch jetzt als Erwachsene mag ich’s nach wie vor sehr gerne. Im Stein ist nämlich ein Ammonit zu sehen.

035

Ob die Versteinerung echt ist, vermag ich nicht zu sagen. Trotzdem fand ich die Schnecke einfach toll, zumal ich als Kind lange Zeit Paläontologin werden wollte und unzählige Bücher zu diesem Thema hatte. Der Berufswunsch ist vergangen, aber die Faszination für urzeitliche Wesen ist nach wie vor geblieben. Umso mehr freue ich mich, dass ich nun mein hübsches Schneckchen wieder habe.

(Artikel zum Blogger-Wettstreit)