Neues Schwein im Haus

Vergangenen Sonntag ist unser Meerschweinchen Wilma gestorben. Eine Woche zuvor war uns aufgefallen, dass sie schlecht frisst, was sich im Laufe der Woche immer weiter verschlimmert hat. Leider bekamen wir beim ersten Tierarzt, den wir aufsuchten eine Falschdiagnose, sodass wir erst am Freitag von einem anderen Tierarzt erfahren haben, dass der Grund für ihre Appetitlosigkeit ein Tumor im Kiefer sein könnte. Da die kleine Chance bestand, dass es sich doch nur um eine massive Entzündung handelt, wurde ihr ein starker Entzündungshemmer gespritzt. Das Wochenende sollte über ihr Leben entscheiden – im Falle einer Entzündung sollte sich ihr Zustand bessern, bliebe alles gleich, wäre der Tumorbefund gesichert und wir hätten die Arme dann am Montag einschläfern lassen müssen. Aber sie ist uns zuvor gekommen… mach’s gut, kleine Maus 😦

Ihre Freundin Betty ist bis zu ihrem Tod brav bei ihr gesessen. Die Tage danach war Betty viel ängstlicher als sonst, zittriger und saß häufig im Häuschen. Es war von Anfang an klar, dass sie ein neues Schweinchen bekommen soll und so haben wir uns auf die Suche gemacht – mit Erfolg.

Darf ich vorstellen? Unser neues Schweinchen:

Circa 5 Jahre alt, männlich und kastriert.

Da er uns wegen seiner Färbung an einen Gremlin erinnert, haben wir ihn kurzerhand Gizmo getauft.

Gizmo stammt von einer privaten Meeriepension. In einer Ortschaft hier in der Nähe gibt es eine Frau, die Notmeeries aufnimmt, also Schweinchen, die keiner mehr haben mag, die aus welchen Gründen auch immer von ihren Besitzern abgegeben werden müssen. Ich bin durch Zufall auf sie gestoßen und wir waren beide froh, als wir uns dann am Telefon hatten. Ich, weil ich schon verzweifelt einen neuen Partner für Betty gesucht habe, und sie, weil sie verzweifelt Menschen sucht, die einigen ihrer Schweinchen ein neues Zuhause geben wollen. Es spricht sich nämlich komischerweise stärker herum, dass sie Meeries aufnimmt, als dass sie welche vergibt. Mittlerweile hatte sie schon Fälle, in denen Leute, ihre Schweinchen einfach in eine Schachtel gepackt und vor ihre Haustür gestellt haben. Bravo, nicht mal den Mumm haben zu klingeln! Nun ja, wir sind dann jedenfalls hingefahren und bei 18 Schweinchen (Tendenz steigend, da mindestens eine Dame trächtig ist), war natürlich auch eines für uns dabei.

Und was haben Betty und Gizmo zu der Aktion gemeint? Nun, Liebe auf den ersten Blick war es schon mal nicht 😉 Nach anfänglichem Ignorieren, ging das Gestreite mit Jagen und Zähnegeklapper los. Das meiste war aber nur Show, den verletzt wurde dabei niemand. Mittlerweile nach knapp 3 Tagen hat sich die Lage beruhigt. Ab und zu zicken sich die beiden noch an, wenn sie sich im Gehege über den Weg laufen, aber ansonsten scheinen sie sich nun halbwegs zusammen gerauft zu haben. Morgen kommen die beiden vom „neutralen Boden“, wo das erste Kennenlernen stattgefunden hat, in den eigentlichen Käfig zurück. Das wird dann nochmal spannend, aber nachdem es schon ganz gut klappt, denke ich, dass sie sich auch dort nicht die Köpfchen abreißen werden.

Mal schauen, wie sich das mit den beiden noch weiterentwickelt…

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7 Kommentare zu “Neues Schwein im Haus

  1. MorAntscha sagt:

    Oh das freut mich aber das ihr einem Schweinchen ein neues Heim geboten habt 🙂 Ist auch ein ganz knuffiger der Kleine.

  2. Hallo Rennhenn,
    das habt Ihr gut gemacht. Ein Meerschweinchen aufzunehmen, das andere abgegeben haben. Süß isser, der kleine Mann. 🙂
    LG

  3. Soni sagt:

    Tut mir leid das Eure Wilma verstorben ist. Auch die Tierpartner leiden da immer mit und Betty wird sicher denken, eine alte Liebe ersetzt man nicht so schnell. Sie muß sich halt erst mit Gizmo anfreunden, aber das wird sicher noch besser werden.

    Der Gizmo ist ein total niedliches Kerlchen und ich finde es klasse das Ihr ein Notschweinchen aufgenommen habt.

    LG Soni

  4. rennhenn sagt:

    Danke für eure netten Kommentare. Die beiden verstehen sich inzwischen echt gut und es gibt auch keine Streitereien mehr… außer natürlich, wenn’s ums Fressen geht 😀

    Mir fehlt unsere Wilma nach wie vor, sie hatte einfach ihre ganz eigene Art, aber ich denke, es war die richtige Entscheidung ein neues Schweinli zu holen. Ist auch gleich viel mehr Leben in der Bude.

  5. mona sagt:

    Hallo nosi,
    unsere Wilma werden wir nicht vergessen, weil sie war eine süsse Maus mit rundes
    Bäuchle. Die Schweinle waren heut im Garten, wer war der Schiescher das Männle, in
    diesem Sinne,deine Monna.

  6. Hey Rennhennchen,
    wie geht’s dem Schweinchen? Wie geht es Dir?
    LG

  7. rennhenn sagt:

    Hallo liebe Frau Wolkenlos,
    danke der Nachfrage, die Schweine sind wohlauf. Gizmo ist noch ziemlich ängstlich – wenn man unverhofft ins Zimmer kommt, flitzt er los, dass die Streu nur so stiebt 😀 Aber auch das wird immer besser.
    Wollte heute eigentlich einen neuen Artikel basteln, aber dann hat mich eine MIgräneattacke lahmgelegt. Morgen dann 🙂

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